OT: Rezension „Die Macht der weisen Schlange“

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Über „Blogg Dein Buch“ habe ich dieses Buch bekommen: „Die Macht der weisen Schlange„, ein Fantasyroman von Petra Wagner, erschienen im Frieling Verlag.

Über den Inhalt:

Nach 5 Jahren an einer renomierten Schule in England ist Viviane endlich auf dem Heimweg zu ihrem elterlichen Dorf in Weser-Nähe. Unterwegs trifft sie einen blasierten Griechen und seine schwarze Sklavin, die grad kurz vorher ausgeraubt wurden und nun hilflos in fremden Gefilden gestrandet sind. Viviane nimmt sie kurzerhand unter ihre Fittiche und nimmt sie mit nach Hause. Dort lernt der Grieche nicht nur die Sprache und die Lebensweise der Kelten kennen, sondern auch seine große Liebe. Und noch etwas lernt er: Die Kelten sind furchtlose, aber keine grausamen Krieger, wie sie in der Salzschlacht zeigen werden.

Meine Meinung:

Ich habe mich unheimlich auf diesen Roman gefreut und ihn auch schnell durchgelesen. Er lässt sich leicht lesen, ist interessant geschrieben und hat eine tolle Story. Das Lesen hat schlicht und ergreifend Spaß gemacht. Es treten viele unterschiedliche Charaktere in Erscheinung, die gut miteinander agieren und gut auseinander zu halten sind. Leider erscheint die Hauptperson, Viviane, als Übermensch: frisch ausgebildete Druidin, großartige Sportlerin, bildschön, hilfsbereit, Anführerin der „Dorfjugend“ bei so ziemlich allem und jedem, tapfere, erstklassige Kriegerin … Es gibt eigentlich nichts, was sie nicht kann, wodurch es unglaubhaft wirkt.

Was mich persönlich auch ein wenig erstaunte, war, dass nach diesem Buch auch an der Weser Kelten lebten. Da ich dies bislang nirgendwo anders finden konnte, habe ich es als „künstlerische Freiheit“ abgetan und weitergelesen. Alles weitere aus dem Leben der Kelten, wie beispielsweise Beltane-Riten, schien mir als Laien gut recherchiert und anschaulich beschrieben.

Ehrlich gesagt, ich weiß nicht wirklich, was ich über dies Buch schreiben soll, ohne zuviel zu verraten. Ich habe es gern gelesen und schnell durch gehabt. Dieses Buch bedient mehrere Genres gleichzeitig: Fantasy, Historischer Roman, Liebesroman … Es ist humorvoll und kurzweilig. Ich will zwar nicht sagen, dass ich die Figuren im Laufe es Buches lieben gelernt habe, aber ich bin neugierig auf die Fortsetzung, die es wohl geben wird.

Mein Fazit:

Ein schönes Buch, mit dem Männer wenig bis gar nix anfangen können. Für Frauen ist es nett, für weibliche Teenager ist es klasse. Es wurde von einer Frau für Frauen geschrieben, und das ist auch gut so.

 

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  1. Hallo Smoky,
    besten Dank für ihre Rezension. Sie hat mich ganz besonders gefreut, da sie Lektorin sind.
    Die Kombination ‚Druidin und Kriegerin‘ habe ich aus der irischen Mythologie entnommen. (Diese Bruderschaft hat es wirklich – sogar im gesamten keltischen Gebiet – gegeben, wie ich in der Fachliteratur gelesen habe.)
    In den Legenden werden die Mitglieder als Übermenschen dargestellt. Wenn man bedenkt, wie die Menschen früher gelebt haben, dürfte es durchaus möglich sein. Ihre Sinne und ihre körperliche Verfassung waren garantiert wesentlich besser entwickelt als unsere – vorausgesetz, sie waren gesund. Wer damals als Krieger eine Überlebenschance haben wollte, müsste daher körperlich perfekt gewesen sein.
    Moralisch perfekt werden die Druiden dargestellt, die sich in ihrer Ausbildung Wissen aneigneten und gleichzeitig zu objektiven Persönlichkeiten erzogen wurden. Wer damals Druide werden wollte, musste sich strengen Regeln unterwerfen.
    Überall auf der Welt hat es Menschen gegeben, die derartige Ansprüche an sich selbst stellten, auch wenn sie kein Druide/Arzt waren wie Viviane.
    Ich gehe davon aus, dass sie die Freundin von Viviane, Umia, meinen, wenn sie nach Kelten an der Weser fragen. Wenn sie sich darüber näher informieren möchten, empfehle ich ihnen, im Internet bei ‚Chauken‘ nachzulesen. Auch Antikfan bringt dazu eine schöne Beschreibung.
    Danach dürfte ihnen bestimmt die Abhandlung ‚Germanen‘ bei Wikipedia weiterhelfen, die zwar sehr lang ist, aber genau erklärt, warum der Begriff ‚Germanen‘ überholt ist.
    Natürlich ist auch der Begriff ‚Kelten‘ eine Fremdbezeichnung für die vielen Clans, die es damals gab, aber da mein Loranthus ein Grieche ist, verwende ich ihn. Außerdem bin ich der Meinung, dass die griechische Bezeichnung die ‚älteren Rechte‘ hat und ‚die Kühnen‘ viel besser zum Wesen der bezeichneten Menschen passte. Als die Römer den Begriff ‚die Hellhäutigen‘ prägten, hatten sie wahrscheinlich noch vor ihnen gezittert.
    Es ist schön zu lesen, dass sie neugierig auf die Fortsetzung der Geschichte sind. Leider bin ich noch nicht fertig, aber fast. Ich habe zwar gedacht, es geht schneller, da ich jedoch arbeite und Familie habe, komme ich nur abends zum schreiben.

    Ich wünsche ihnen alles Gute und noch viele schöne Bücher zum lesen.
    Petra Wagner

    • Sehr geehrte Frau Wagner,

      vielen herzlichen Dank für die Erläuterungen. Tatsächlich war mir vieles nicht bekannt, und ich hatte mir, ehrlich gesagt, auch nicht die Mühe gemacht, zu recherchieren. Nun weiß ich es besser und sehe vieles in einem anderen Licht. Fakt ist und bleibt, ich habe das Buch sehr gern gelesen und bin schon ganz gespannt auf die Fortsetzung. Als Leser hoffe ich, dass Ihnen Familie und Arbeit bald wieder Zeit genug lassen, um weiterzuschreiben.

      Mit freundlichen Grüßen,
      Anke Grube (Smoky72)

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