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aktuelles Projekt: Tuch „Bruinen“

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(12. Feb. 2018) Eigentlich hatte ich aus dem Bobbel das Tuch „Manta“ stricken wollen. Es gefiel mir von der Form her, halt etwas außergewöhnlich. Als Garn hatte ich mir einen Bobbel von by nj-ka ausgesucht mit Farbverlauf von anthrazit bis schwarz und mit einem Lurex-Faden, das ganze in 4-fädig. Sieht edel aus, zumindest als Bobbel. Es ging auch alles gut, bis ich nach ca. 100 Reihen eine Reihe Lochmuster und dann 5 Reihen glatt rechts gestrickt hatte. Dann wollte ich wieder Lochmuster stricken, um kraus rechts weiterzumachen. Doch dummerweise ging das Lochmuster nicht auf. Geduldiges Nachzählen ergab: Fehler in der Zunahme, wahrscheinlich bei der ersten Lochmusterreihe. Also habe ich eine Rettungsleine eingezogen, die Nadeln gezogen und geribbelt. Doch damit begann der Alptraum: Zum einen bin ich mit der Rettungsleine an einem Ende um eine Reihe verrutscht (war zu beheben), zum anderen kam ich mit den Umschlägen nicht mehr klar. Anders ausgedrückt: Ich habe die Maschen nicht mehr sauber auf die Nadel bekommen. Frustriert ribbelte ich das ganze Stück auf und suchte eine Häkelanleitung für das Garn …

Die Eckdaten dieses Projekts:
Anleitung „Bruinen“ von Morben Design
Bobbel von by nj-ka, anthrazit bis schwarz mit Lurex, 4-fädig, 1000m
Nadelstärke 3,0

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aktuelles Projekt: Stash-Abbau

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(30. Dez. 2017) Dieses Projekt ist etwas anders als meine üblichen Projekte. Diesmal ist das Fertigen eines Produkts nur Mittel zum Zweck, um dieses Projekt voranzutreiben: Ich will meinen Stash drastisch reduzieren.

Die Geschichte ist einfach: In den letzten Jahren habe ich immer wieder Wolle gekauft, die mir gefiel, ohne eine Idee zu haben, was ich daraus machen möchte. Facebook-Gruppen von Wollwicklerinnen sind für Menschen mit der Veranlagung, dass der Verstand beim Anblick schöner Wolle aussetzt, schlichtweg gefährlich. Auch Handwerkermärkte, wo wunderschöne Bobbel verkauft werden, sollten diese Menschen lieber meiden – ebenso wie Lagerverkäufe von Wollfabriken und überhaupt jedes Wollgeschäft. Dazu kam zum einen noch, dass sowohl eine Nachbarin als auch meine Schwiegermutter keine Handarbeiten mehr machen können und mir ihre Wollvorräte vererbt haben, und zum anderen, dass ich eine weitere tolle Entschuldigung zum Wollkauf hatte, nämlich die Schals für den Adventsbasar 2017. Und so summierte sich der Berg in meiner Kreativwerkstatt schneller, als ich ihn abbauen konnte.

Bereits im Laufe des Jahres habe ich zwei große Tüten Wolle bei meiner Wolldealerin abgegeben, die sie an eine Freundin weitergeleitet hat, die mit ihrer Handarbeitsgruppe Schals und Mützen für bedürftige Kinder weltweit werkelt. So konnte ich mich mit gutem Gewissen von dem Garn trennen, denn es war ja für einen guten Zweck.

Trotzdem wurde mein Berg nur bedingt kleiner. Und da ich grade mal wieder am Aufräumen bin (wann bin ich das eigentlich nicht?), habe ich mir überlegt, dieses Projekt ins Leben zu rufen. Zum Start des Projekts habe ich erstmal meinen gesammten Wollvorrat fotografiert – und zwar wirklich alles: Wolle, für die ich noch kein Projekt habe, ebenso wie Wolle, für die ich ein Projekt geplant habe, als auch UfO-Wolle.

Sitzt Du? Wenn nicht, dann setze Dich besser hin, denn hier kommen die Fotos, die ich eben gemacht habe. Und ich möchte nicht, dass es Dich umhaut. Es ist nämlich wirklich viel!

 

Und? Lebst Du noch oder setzt bei Dir Schnappatmung ein? Mir jedenfalls ist grade etwas schwindelig, wenn ich die Massen hier so geballt sehe. Und das liegt nicht daran, dass ich letzte Nacht bis Viertel vor Drei am „Minai“ gehäkelt habe.

Also, ich bin gespannt, wie sich mein Stash im Laufe des Jahres entwickeln wird. Vielleicht mach ich zwischendurch nochmal Bestandsaufnahme, vielleicht auch nicht. Auf jeden Fall habe ich mir in den Kalender geschrieben, dass ich am Jahresende wieder Fotos von meinem (hoffentlich deutlich kleineren) Stash mache.

Schmetterlingstuch

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(01. Mai 2017) Tag der Arbeit – und ich arbeite 🙂 Nachdem ich nach dem Frühstück die Waschmaschine angeschmissen habe, habe ich mein neuestes Tuch von den Stecknadeln befreit, die es die letzten zwei Tage an Ort und Stelle gehalten haben. Damit ist es nicht nur fertig gehäkelt, sondern auch ausgehfein 🙂

Nachdem ich ja vier Schals in Folge gehäkelt hatte, habe ich mich mit einem Projekt für mich selbst „belohnt“. Bereits im letzten Sommer habe ich auf der Kreativ-Messe in Hamburg einen bunten Bobbel gekaut, der von der Wicklerin „Candy“ getauft worden war. Ein Schmuckstück, sage ich Dir! Der MUSSTE einfach mit, auch wenn mein Budget bereits kräftig überschritten war.

Lange Zeit hat Candy mir verschwiegen, was sie werden möchte. Doch dann sah ich auf Facebook in irgendeiner Handarbeitsgruppe ein Tuch und wußte: „Das ist es!“ Nun mussten halt nur noch die Schals soweit fertig werden, dass ich loslegen konnte. Am 20. April war es soweit und ich holte den Bobbel, die Anleitung und meine 3,0-Nadel raus und fing an. Kinners, hat das Spaß gemacht! Das tat richtig gut! Und daher verwunderte es mich nicht wirklich, dass ich bereits eine Woche später die letzten Fäden vernäht habe. Und da soweiso wieder eine Wollwäsche anstand, wanderte das Tüchlein gleich mit in die Maschine und ließ sich anschließend anstandslos spannen. Und so sieht es nun aus:

 

Hier nochmal die Eckdaten:
Anleitung „Butterfly Stitch Prayer Shawl“ von Ravelry (auf deutsch)
Garn von by nj-ka, verarbeitet mit Nadelstärke 3,0

By the way: Diesmal hat Filou sich nicht an den „Mädchenfarben“ gestört. Er meinte, Schmetterlinge müssen bunt sein! Und er hat mich angeknurrt, als ich ihm das Tuch abnahm, um es im Apfelbaum zu fotografieren … Ein größeres Kompliment gibt es wohl nicht, oder?